Weißt du was Cocollan bedeutet?

Es ist der Name des Städtchen Cocula in Nahuathl, einer alten indigenen Sprache und bedeutet gleichzeitig das Land der Mariachi.

Mariachi

Die Mitglieder des Coca-Stammes, die in Coculan lebten,Nachkommen der Chimalhuacanos und der Nahoas, waren passionierte Musiker und Künstler, die es liebten Ihren Sinnen freien Lauf zu lassen. In der Historie aller Coca-Populationen lassen sich Noten und ähnliche musikalische Rhythmen finden. In Michoacán, Colima und Jalisco finden wir Elemente der gleichen musikalischen Wurzeln und Sprache. Coculan ist ein Hügel im Süden von Cocula, wo sich ein Coca-Stamm angesiedelt hat (1500-1519). Sie praktizierten rudimentäre Musik mit Holz und Ästen, die die Eroberer “Enramadas” (Brombeeren) nannten. Dies taten Sie um den Göttern Teocoayótl und Cocolli zugedenken. Eine historische Version bestätigt, dass “Coculán” Platz der Windungen bedeutet und somit enstammt aus dieser Hieroglyphe der Begriff Coccollán und die daraus abgeleiteten Wörter Coculán und Cocula.
Die Bevökerung Cocullas hatte extremes musikalisches Gespür und ein Großteil war in der Lage Instrumente wie die Teponaxtlis-Schnecke, Huehuetles, Reedschlingen und Tierblasentrommeln zu benutzen um damit ihren Götter zu ehren. Zwischen 1527 und 1529 kreuzte Bruder Miguel aus Bologna diesen einzigartigen Orten. Er brachte dem Dorf zwei Gemälde mit, die Virgen de la Pila (Jungfrau des Pile) und ein Abbild des Erzengels Saint Michael. Daraufhin zerstörte ein großer Sturm die indigene Gemeinde von Coculan und das Bild, das laut der franziskanischen Tradition die Unbefleckte Empfängnis ist, verschwand. Der Priester schlug den Cocas den Umzug vor und fand eine Villa in der Cañada de los Limones, wo sich heute die Stadt Cocula seit 1531 befindet. Der Priester reformierte das Dorf zum Christentum. Und nutzte die Vorliebe und den musikalischen Sinn der indigenen Bevölerung um den christlichen Glauben weiter auszuprägen. Er und seine christlichen Brüder verwandelten antike Melodien, die Teocoayotl und Cocolli geweiht waren, in Lobeshymnen auf die Mutter Jesu und den Erzengel Michael. Das Ergebnis ist Musik die kombiniert mit autochthonen Mentalität weich und zärtlich ist.

Das lange Exisitieren der Mariachi in dieser Region bestätigt auch die Offenbarung von Bruder Alonso Ponce de León, der berichtet, von großen musikalischen Manifestationen und Freudenfesten als Begrüßung durch die ansäßige Bevölkerung.
Mit Ankunft der spanischen Conquistadoren erhielt die Musik der heimischen Bevölkerung einen neuen Einfluß. Instrumente wie die Violine und die Gitarre wurden imitiert und gekonnt in alt bekannte Lieder integriert. Die Musik von Cocollan erhielt einen neuen Stil ohne die alten Wurzeln zu vergessen.
Der Priester Juan de Padilla lies Musiklehrer ausbilden. Diese Lehrer waren indigener Herkunft und erhielten Unterricht an der Tlatelolco Schule und gaben Ihr Erlerntes Können in Ihrer Sprache an die Bevökerung in Cocula weiter.
Die ursprünglichen Mariachi feirten am 29 September ein musikalisches Fest in Ehren der Jungfrau Maria und des Heiligen Sankt Michael. Diese Tradition besteht bis heute noch. Cocula kann somit der Geburtsort der Mariachi genannt werden.
MariachiDer Komponist Alvaro Galvez und Fuentes sagte eins dass der Begriff Mariachi französischer Herkunft ist und so veröffentlichte es Guadalupe Zuno. Dies sorgte für riesige Verwirrung und einen Fehler, den sogar viele Enzyklopädisten übernahmen.

Dávila Garibi bezieht sich in seiner monographischen Studie über die Sprache der Cocas, auf eine philologische Analyse aus den Texten von Pater Tello. In dieser Studie wird auf die Mariachi angespielt, die sich auf das Wissen der Cocula-Eingeborenen stützt, die die Coca-Sprache sprachen. Diese belegt, dass der Begriff Mariachi, seiner Herkunft aus dem Nahuatl-Coca hat und bedeutet “Der Inder ist glücklich”.

Ein Stück Papier, das aus der Akte entfernt wurde und halb unscharfe Linien mit Nahuatl-Begriffen enthält, ist das Fragment eines Lobes an die Jungfrau Pile, die Maria des Flusses werden würde und sagt:

MARIA SE SON
Motelpocahuan te cantarona María,
Tetelpocahuan te entonarahua,
María ce son.
Tlacaque Tonantzin ima,
Moyazca cantarohua pactoc.
Te cantorahua María ce son…